Vestibuläre Rehabilitationstherapie (VRT): Evidenz statt Eminenz bei Schwindelsymptomatik

Kursinhalt
Schwindel ist im klinischen und therapeutischen Alltag allgegenwärtig, führt aber oft zu Frustration auf beiden Seiten. Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit vestibulärem Schwindel berichten über eine nicht-vestibuläre Diagnose. Oft wissen Betroffene gar nicht, an wen sie sich wenden sollen, da ihr medizinisches Problem genau zwischen den Fachbereichen der HNO und der Neurologie liegt.
In diesem Vortrag räumen wir mit veralteten Annahmen auf und zeigen, wie wissenschaftlich evidenzbasierte Standards deinen Praxisalltag erleichtern.
Das Live-Webinar beinhaltet ein PDF-Handout, eine ca. 45-minütige Präsentation und Raum für gemeinsamen Austausch.
Inhalte des Vortrags
- Evidenz vs. Eminenz: Warum es bei Schwindelursachen und deren Behandlung noch immer sehr viel „Eminenz“ gibt, obwohl längst fundierte wissenschaftliche Evidenz vorhanden ist.
- Internationale Standards: Die entscheidende Rolle der Bárány Society bei der evidenzbasierten Definition und Standardisierung von Syndromen, Diagnosen und Behandlungen in der Neurootologie.
- Diagnosekriterien im Überblick: Ein kompakter Durchlauf der offiziellen internationalen Kriterien für die wichtigsten Krankheitsbilder. Dazu gehören:
- Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS)
- Vestibuläre Hypofunktion
- Morbus Menière.
- Vestibuläre Migräne
- Funktioneller Schwindel (PPPD)
- Der Mythos „Zervikaler Schwindel“: Eine detaillierte Betrachtung der offiziellen Stellungnahme der Bárány Society aus dem Jahr 2022, welche aufzeigt, dass es keine Belege für einen mechanistischen Zusammenhang zwischen Halswirbelsäulen-Pathologien und Schwindel gibt.
Abschluss
Teilnahmebescheinigung
Zielgruppe
An diesem Seminar teilnehmen können ausgebildete Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und MTAs der HNO / Neurologie
Förderungen
- Sonstige Förderung der Bundesländer





