Die Manuelle Therapie ist gemäß § 124 Abs. 4 SGB V von den Spitzenverbänden der Krankenkassen als zertifizierte Weiterbildung für Physiotherapeuten anerkannt.
Die Weiterbildung ist sehr praxisorientiert und berücksichtigt die neuesten Entwicklungen in der Physiotherapie wie Clinical Reasoning, das Biopsychosoziale Modell, ICD und ICF, die Flaggenparade (rote, gelbe, blaue und schwarze Flaggen) und nicht zuletzt Evidence Based Practice (Sackett).
Vermittelt werden anwendungsbezogene Kenntnisse hinsichtlich Neurophysiologie, Biomechanik, Systematik und Methodik, Anatomie und Pathologie. Auf der Grundlage dieser Kenntnisse erwerben die Teilnehmer umfassende Fertigkeiten zur Untersuchung und Behandlung von Patienten. Zahlreiche Fallbeispiele werden gemeinsam bearbeitet.
Die Weiterbildung Manuelle Therapie erweitert die Kompetenzen von Physiotherapeuten: In einer Doppelrolle als „Mechaniker“ und „Coach“ lernen sie, zusammen mit dem Patienten dessen Gesundheitsproblem zu „entwirren“. Behindernde Faktoren im Rehabilitationsprozess werden (soweit möglich) durch manualtherapeutische Maßnahmen beseitigt. Der Patient entdeckt aktiv seine Bewegungsmöglichkeiten wieder und wird so zu einem adäquaten Bewegungsverhalten motiviert. Dabei werden gängige Methoden aus der Physiotherapie integriert.
Buchtipp: Im Elsevier-Verlag ist im Oktober 2011 das neue Standardwerk Extremitäten erschienen. In dem Buch präsentieren Dick Egmond (IFAMT und Mentor-Referent) und Ruud Schuitemaker umfangreich und detailliert manualtherapeutische Untersuchungs- und Behandlungstechniken (
Link zum Buch).