Therapie auf der Schnittstelle der Ebenen Semantik – Lexikon und Syntax – Morphologie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN)
| Referent | Michael Bludszat M.A. |
| Förderung | Fördermöglichkeiten im Überblick |
| Fortbildungspunkte | Für dieses Seminar erhalten Sie 9 Fortbildungspunkte! |
Kursinhalt
Bei der Therapie semantisch-lexikalischer Störungen bei Kindern stehen zumeist die Nomen als (einzige) Wortart im Mittelpunkt der therapeutischen Intervention, obwohl auch andere Wortarten wie Verben, Adjektive, Präpositionen und Artikel betroffen sind; dabei finden sich Auffälligkeiten sowohl bei den rezeptiven als auch bei den produktiven Leistungen. Speziell die Störung des Verblexikons darf hier nicht nur als rein lexikalisches Phänomen interpretiert werden, sondern muss im Zusammenhang mit syntaktischen und morphologischen Leistungen gesehen werden: die Rolle des Verbs im Satzgefüge ist insofern von zentraler Bedeutung, als dass durch seine Funktion als semantisch-syntaktisches Organisationszentrum des Satzes der Aufbau der Argumentstruktur maßgeblich gesteuert wird. Wird der Aufbau des Verblexikons und die grammatische Funktion speziell dieser Wortart in der Therapie vernachlässigt, können betroffene Kinder weder flexible Satzstrukturen anwenden noch andere morphologisch-syntaktische Leistungen wie die Vollständigkeit von Verb-Argument-Strukturen, korrekte morphologische Markierungen oder die Subjekt-Verb-Kongruenz umsetzen.
Die Fortbildung bietet auf diesem Hintergrund die Durchführung und Interpretation der Patholinguistischen Diagnostik bei Sprachentwicklunsstörungen (PDSS) und die Therapie der Schnittstelle Semantik-Lexikon und Syntax-Morphologie mit den Therapieinhalten und -bausteinen nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN).

